Geboren in München und aufgewachsen in Heidelberg, studierte er Regie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Parallel zu seiner Ausbildung war er zwei Jahre im Assistententeam von Peter Zadek bei Produktionen am  Akademietheater in Wien und an den Kammerspielen in München.

 

Regiearbeiten u.a. am Deutschen Theater Göttingen, den Münchner Kammerspielen, dem Schauspiel Leipzig, dem Staatstheater Karlsruhe, dem Ernst Deutsch Theater in Hamburg, dem Renaissancetheater in Berlin, dem anhaltischen Theater Dessau, für das Kunstfest Weimar, die Stiftung Schloss Neuhardenberg und das Vertebra Theatre in Shanghai.

 

Ausserdem in Berlin in der freien Szene an den Sophiensaelen, dem Theater am Halleschen Ufer und dem Ballhaus Naunynstrasse .

 

Sein Operndebüt gab er am Pfalztheater Kaiserslautern mit der Uraufführung von AN DIESEM DIENSTAG von Wolfgang Müller-Steinbach nach der Erzählung von Wolfgang Borchert. Uraufführungen an der Neuköllner Oper folgten: MÜNCHAUSEN, HERR DER LÜGEN (Berliner Opernpreis) von Dan Dediu und LICHT von Wolfgang Böhmer. 

 

Als Dramaturg und Co-Regisseur ist für er für verschiedene Tanztheatergruppen tätig - u.a. seit 2017 mit dem Choreografen Olaf Schmidt am Lüneburger Theater.

 

Neben seiner Regietätigkeit unterrichtet er regelmäßig an Schauspielschulen. Seit 2023 im Rahmen eines Lehrauftrags an der Hochschule Felix Mendelssohn Bartholdy für den schauspielerischen Grundlagenunterricht der Gesangsstudenten.

 

Als Produzent, Autor, Regisseur und Spieler ist er ausserdem an der Web-Serie HEUTE MÜLLER beteiligt.

 

2011 erschien im Henschel-Verlag sein Buch TRAUMBERUF REGISSEUR.

 

 

Termine

2025 Vertebra Theatre Shanghai/

National Centre for the Performing Arts Beijing

抄写员巴特比

BARTLEBY DER SCHREIBER

(Premiere 2018)

Inszenierung/Textfassung Boris von Poser

nach der Erzählung von Herman Melville

 

nominiert in drei Kategorien für den 

Chinese Theatre Award 2018

 

                     "Wenn Wang Chuanjun also nach dem Fallen des Vorhangs noch immer in der Melancholie seiner Figur versunken ist und das Publikum das Theater mit der Frage "Warum nein sagen?" verlässt, dann leben das unerschütterliche Bekenntnis zum individuellen Wert, der Widerstand gegen entfremdete Realitäten und die Suche nach spiritueller Befreiung sowohl innerhalb als auch außerhalb der Theaterwände weiter. Durch die anhaltende Kraft dieses Klassikers hinterfragt er beharrlich die Seele jeder Epoche."

Wang Run, 30.11.'25 Beijing Daily

 

 

seit 2024 Kleines Theater Berlin

EMPFÄNGER UNBEKANNT

Kathrine Kressmann Taylor

Inszenierung Boris von Poser

 

Juni '26                 20. um 20:00 Uhr

                                 21. um 18:00 Uhr

 

                                   "Selten wurde die Essenz der menschenverachtenden Nazi-Ideologie so auf den Punkt gebracht wie im nur 60 Seiten langen, 1938 veröffentlichten Briefroman „Adressat unbekannt“ von Kathrine Kressmann Taylor.

Nun hat Regisseur Boris von Poser das bittere Destillat in der Übersetzung von Heidi Zerning unter dem Titel „Empfänger unbekannt“ im Kleinen Theater auf die Bühne gebracht. 100 eindringliche, aufrüttelnde Minuten, die angesichts der Welle des Antisemitismus, die über uns schwappt, nötiger sind denn je. ( … )

Die Geschichte der beiden erweist sich dabei als zeitloser Leitfaden für die Art und Weise, wie jede Identitätspolitik letztlich spaltet und polarisiert. „Empfänger unbekannt“ nimmt die Schrecken vorweg, die damals noch folgten. Mit einer Voraussicht, die sich nicht auf die Nazi-Zeit beschränkt. Die packende, düstere Inszenierung lässt erahnen, es könnte auch unsere eigene Zukunft sein.“

Ulrike Borowczyk, 11.05.'24 Berliner Morgenpost

 

             „Ein großartiger, von Boris von Poser schnörkellos inszenierter, von den beiden Schauspielern konzentriert gespielter Theaterabend. Beklemmend. Bestürzend. Aufklärerisch. Und so unendlich traurig. Bravo Kleines Theater!“

Reinhard Wengierek, 24.06.'24 Kulturvolk Blog Nr. 487

 

 

seit 2025 Schlosskonzerte Karlsruhe im Jazzclub

FÜR LOÏE!

Eine Hommage an Loïe Fuller

Text und Inszenierung Boris von Poser

 

Weitere Aufführungen im Herbst '26

 

                                 „Ein weißes Tuch windet sich in Spiralen. Farbiges Licht fließt durch den transparenten Stoff. Solche Bilder der multimedialen Hommage "FÜR LOÏE!" im Karlsruher Jazzclub lassen erahnen, worum es Loïe Fuller ging: um Bewegung, Licht und Illusion.

Die heute in Vergessenheit geratene US-amerikanische Tänzerin (1862-1928) war Pionierin des modernen Tanzes und Erfinderin bunter Lichtregie. Die Karlsruher Schlosskonzerte, die dieses Jahr 20-jähriges Bestehen feiern widmeten ihr eine kluge, sinnliche Revue. ( ... )

Loïe Fuller lebte offen mit ihrer Lebenspartnerin, Gab Sorère, der sie auch alle Patente auf ihre Innovationen vermachte. Schön arbeitet die Hommage heraus, dass die Partnerschaft auch Zweifel begleitete: Gilt die Liebe Gabs der Person Loïe? Oder galt sie der Illusion, die Loïe in ihren Vorstellungen lieferte und die Gab bewunderte?

Mit solchen Fragen weitet die Hommage den Blick sehr spannend über rein biographische Fakten hinaus."

Sven Schwarz-Schade, 10.11.'25 Badische Neueste Nachrichten

 

 

seit 2024 Solothurn/Bern/Zürich

SIMELIBERG

Musiktheater für Chor, fünf SchauspielerInnen und ein Akkordeon

Inszenierung Boris von Poser

Text Ueli Blum

Uraufführung

 

Weitere Aufführungen im Herbst '26

 

                                 "Ein fast vergessenes Genre - neu zum Leben erweckt!

Volksliederspiele waren einst fester Bestandteil der Schweizer Kulturlandschaft. Heute scheinen sie in Vergessenheit zu geraten. Mit SIMELIBERG läßt ein erfahrenes Kreativteam - Autor Ueli Blum, Regisseur Boris von Poser und Komponist Moritz Achermann - diese Theaterform wieder aufleben. Dabei steht keine große Bühnentechnik im Vordergrund, sondern der Mensch, der Klang, die Gemeinschaft. ( … )

Die musikalische Sprache reicht von einfachen Chorsätzen bis hin zu überraschenden Klangcollagen. Tradition und Moderne verbinden sich - so entsteht eine berührende, theatralische Klanglandschaft. SIMELIBERG ist kein gewöhnlicher Konzertabend - sondern ein gemeinschaftliches Erlebnis, das Altvertrautes neu erklingen läßt. Ein Musiktheater, das Fragen stellt, Raum schafft und alte Lieder in unsere Zeit trägt."

Edith Fink, 11.06.'25 Luzerner Zeitung

 

https://www.simeliberg.ch/

 

 

2026 Komödie am Kai Wien

HAROLD & MAUDE

von Colin Higgins

Inszenierung Boris von Poser

 

                                     "In der Komödie am Kai ereignet sich derzeit das Wunder eines absolut außergewöhnlichen Abends. Dass an dieser Adresse Boulevardkomödien zu Hause sind, die Witz mit Niveau verbinden und glänzend gespielt werden, weiß man längst. Doch nun hat sich das kleine Haus an ein tierschürfend ernstes Stück gewagt - und gewonnen! ( ... )

In der Komödie am Kai betont Boris von Poser's Regie die Weisheit und menschliche Wärme des Stücks in ungeheuer intensiven Szenen, von denen einige in ihrer Mischung aus Zärtlichkeit und leisem Humor Tränen in die Augen treiben."

Edwin Baumgartner, 19.02.'26 Wiener Zeitung

 

                                        „Regisseur Boris von Poser vertraut auf den Text und die Kraft der Figuren. Seine Inszenierung setzt auf klare Linien, rhythmische Präzision und eine sorgfältige Balance zwischen Groteske und Ernst. Der schwarze Humor wird nicht ausgespielt, sondern als Mittel zur Freilegung existenzieller Fragen genutzt. Sentimentale Überhöhungen meidet von Poser konsequent, stattdessen entsteht Raum für Ambivalenz.

(...) So präsentiert sich HAROLD & MAUDE an der Komödie am Kai als zeitloses Plädoyer für Autonomie und Zivilcourage. Der Abend lebt von der darstellerischen Präzision seines Ensembles, allen voran seines Stars Daniela Ziegler und einer Regie, die Humor und Abgrund gleichermaßen ernst nimmt“

Michaela Springer, 11.02.'26 Musicalcocktail

 

 

2024 Theater Lüneburg

DAS INNERSTE DES SCHWEIGENS

nach Motiven von Virginia Woolf

Tanztheater von Olaf Schmidt

Co-Regie und Dramaturgie Boris von Poser

Uraufführung

 

BÜHNENPREIS DES GROßEN HAUSES des Freundeskreises Theater Lüneburg

 

                        „Eine Frau schaut auf ihr Leben und in ihr Leben hinein. Sie sieht ihr jüngeres Ich und all das, was sie bewegt und verwirrt hat, was sie niederdrückte und was Lebensfreude gab. Die Frau ist die Schriftstellerin Virginia Woolf, die mit Mut zum Neuen und Überraschenden schrieb, lebte und doch an sich und der Welt verzweifelte. Wie ein Mosaik erschafft Olaf Schmidt in seinem neuen Ballett ein Psychogramm, das sich aller Eindeutigkeit verweigert: „Das Innerste des Schweigens“. Das Publikum ist begeistert.“

Hans-Georg Koch, Winsener Anzeiger, 22.01.'24

 

                           „Schmidt und von Poser haben genau nachgelesen, ließen sich von den Romanen inspirieren. „Leuchtturm“, „Mrs. Dalloway“ oder „Die Wellen“ und vor allem der androgyne „Orlando“ tauchen auf, Personen und Atmosphäre, aber keine Handlungslinien oder gemeißelte Konturen. Alles bleibt fragmentarisch, die literarischen Vorlagen kondensieren zu Sinneseindrücken, Worte lösen sich in anrührenden Bildern auf. Das wirkt höchst komplex und erschließt sich manchmal nicht auf Anhieb, manche Rätsel inklusive.

                         Virginia Woolf verarbeitete ihre Beobachtungen, Erfahrungen, Einschätzungen. Autobiografie und Fiktion spielen dabei Ping Pong. Olaf Schmidt und Boris von Poser übersetzen das in Flirren und Zaudern, mannigfaltige Gesten, alles stets subjektiv, impulsiv und in einer schier unendlichen Bewegung, die Gefühlen freie Entfaltung gönnt.

Heinz-Jürgen Rickert, 21.01.'24 Landeszeitung

 

 

2023 Hochschule für Musik und Theater

Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig

ERWARTUNG/THE RAVEN

Arnold Schönberg/Toshio Hosokawa

Inszenierung Boris von Poser

 

                   "Herrlich fügen sich die beiden Werke aneinander. Mit den Mitteln der Musik und der reduzierten, klaren Inszenierung (Boris von Poser) entlockt der 90-minütige Abend dem Alltäglichen etwas Gespenstisches, Traumhaftes. Schwelgerisch, düster klingen die Werke von Schönberg und Hosokawa und öffnen durch die konzentrierte Aufführung der Studierenden unter der musikalischen Leitung Josef Jugashvilis außerweltliche Klangsphären. Unheimlich und unheimlich schön. Hingerissen von der Aufführung applaudiert und jubelt das Publikum lautstark."

Claudia Helmert, LVZ, 28.06.'23

 

 

2023 Theater Lüneburg

DOSTOJEWSKI IDIOT SCHWANENSEE

Tanztheater von Olaf Schmidt

nach F. M. Dostojewski

mit der Musik von P. I. Tschaikowski

Dramaturgie und Co-Regie Boris von Poser

Uraufführung

 

                         "Endlich wieder einmal richtig etwas los auf der Bühne: Großes Gefühlskino, live und in Farbe, dabei auch mit leisen Tönen, schöne Frauen, charismatische Männer und dabei die wunderbare Schwanenmusik gespielt von den Lüneburger Symphonikern unter der Leitung von Gaudens Bieri. Zwei große Werke der russischen Romantik gleichzeitig, das könnte auch zuckersüßer Kitsch werden, aber natürlich haben Schmidt und Poser souverän alle Karies-Klippen umschifft."

Frank Füllgrabe, 16.01.'23 Landeszeitung

 

 

2022 Theater Lüneburg

BLUTHOCHZEIT

Tanztheater von Olaf Schmidt

nach Motiven von Federico García Lorca

Dramaturgie und Co-Regie Boris von Poser

Uraufführung

 

                                     "Dieses schwere und düstere Material mit den zeitlosen Hauptthemen „Liebe“ und „Tod“ (irgendwer wird immer umgebracht) hat Olaf Schmidt zusammen mit dem Dramaturgen und Co-Regisseur Boris von Poser zu einem fulminanten Ballettabend verarbeitet, dem die Geschichte der „Bluthochzeit“ zwar einen Rahmen gibt, der aber auch die in den anderen Stücken vorkommenden Aspekte mit aufgreift. „Bluthochzeit“ ist kein Handlungsballett, sondern ein skizzenartiges Kaleidoskop, das die jahrhundertelang eingefahrenen gesellschaftlichen Strukturen Spaniens spiegelt – und ebenso den Widerstand dagegen. (…) Ein grandioser Abend.“

Annette Bopp, 3.05.'22 tanznetz

  

                                    “Im Zentrum steht die titelgebende «Bluthochzeit», Figuren aus «Yerma», «Bernarda Albas Haus» und «Doña Rosita bleibt ledig» tauchen wie Gäste auf der unheilschwangeren Hochzeitsfeier auf. Das ist raffiniert gelöst und geht wahrscheinlich aufs Konto des vom Sprechtheater kommenden Dramaturgen und Co-Regisseurs Boris von Poser.“

                   Falk Schreiber,  tanz 6/22

 

 

2021 KünstlerAdvokatInnen in der Villa Elisabeth Berlin

TROTZ ALLEDEM - AF AL PI CHEN - אף על פי כן

Inszenierung/Text Boris von Poser

Stückfassung in Zusammenarbeit

mit Susanne Felicitas Wolf

nach den Erinnerungen von Zvi Aviram,

Gad Beck, Jizchak Schwersenz und Edith Wolff

Uraufführung

 

              "Als Heinz Abrahamsohn am 27. Februar 1943 nach Hause kommt, trifft er niemanden an. Ein Nachbar richtet dem 16-Jährigen aus, wo er sich melden soll, um gemeinsam mit seinen Eltern in den Osten deportiert zu werden. Daraufhin entschließt sich Abrahamsohn, unterzutauchen. Bald schon begegnet er der zionistischen Jugend-Widerstandsgruppe Chug Chaluzi (Pionierkreis), die ihm in den verbleibenden Kriegsjahren entscheidenden Halt gibt. Er überlebt im Untergrund. Aus Heinz Abrahamsohn wird in Israel Zvi Aviram. Dort wird er seine Erinnerungen an jene Zeit in Berlin aufschreiben.

Der Theaterregisseur Boris von Poser hat für eine Bühnenfassung auf dessen Lebensgeschichte zurückgegriffen, die in deutscher Sprache unter dem Titel Mit dem Mut der Verzweiflung erschien. (…) Es ist die Geschichte eines weitgehend in Vergessenheit geratenen jüdischen Widerstands in Nazi-Deutschland – aus dem kollektiven Bewusstsein verdrängt durch die gigantischen Verbrechen der Schoa, der auch Mitglieder von Chug Chaluzi zum Opfer fielen. (…)

Die Zuschauer erwartet ein Theaterabend, der vom schieren Lebenswillen und der Courage der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi und ihrer Helfer kündet. Das Ensemble um den Autoren-Regisseur Boris von Poser hat über die üblichen Theaterbesucher hinaus ein bestimmtes Zielpublikum vor Augen. Im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen erklärt er: »Die Geschichte von Chug Chaluzi zeigt für Jugendliche heute eine frische Perspektive auf die damalige Zeit und ist damit ein starker emotionaler Anknüpfungspunkt für diesen Zuschauerkreis.«"

Gerhard Haase-Hindenberg, 14.04.'22, Jüdische Allgemeine

 

2020 Kleines Theater Berlin

TÖRLESS

Inszenierung/Textfassung Boris von Poser

nach der Erzählung von Robert Musil

 

                          "Boris von Poser findet in seiner klaren, klugen Inszenierung für diese Gedankenexperimente eindringlich stilisierte Bilder - und ebenso für die geradezu mechanisch ausgeübten Gewaltakte, die Basini über sich ergehen lassen muss. Mit hochkonzentrierter physischer Energie wird eine Choreographie aggressiver Ausbrüche gezeigt.

                         Kunstvoll puristisch und zielgenau erzählt Boris von Poser mit dem hervorragenden Ensemble von dieser herzlosen Pubertät, die in ihrer psychologischen Verästelung schon subkutan die Machtpathologien des Nationalsozialismus andeutet."

Irene Bazinger, 13.01.'20 Berliner Zeitung

 

 

2018 theater.land

SOMMER IN BRANDENBURG

Inszenierung/Textfassung Boris von Poser

nach dem Roman von Urs Faes

Uraufführung

  

                "Nach ihrer ersten und letzten Liebesnacht malen sie sich aus, was aus ihnen hätte werden können, wenn ihr Traum von der gemeinsamen Ausreise nach Palästina in Erfüllung gegangen wäre. Aber nur Lissy darf gehen, Ron muss in Brandenburg zurückbleiben. (...)

In der Szene zwischen den Hauptdarstellern Florian Sumerauer und Barbara Stephenson kulminieren die Stärken der Bühnenfassung des Romans SOMMER IN BRANDENBURG in der Paretzer Scheune. Die Darsteller sind Figuren und Erzähler zugleich. Sie sprechen Teile des 2014 erschienenen Buchs von Urs Faes und zugleich den Text der Liebenden. Obwohl die Akteure dabei auf blankem Boden stehen, meinen wir das alte Holzbett und den Nachthimmel zu sehen. (...)

Goldrichtig ist Posers Entscheidung, Faes' Roman über weite Strecken als szenisches Oratorium aufzuführen. Textsplitter werden von dem 24 Akteure umfassenden Ensemble wie eine multimediale Installation in den Raum gerufen. (...) Ein Glücksgriff auch die Zusammensetzung der Spieler aus Profis und Amateuren. Die souverän agierenden Amateure bieten den Profis ein solides Fundament. 

SOMMER IN BANDENBURG ist ein schöner, ein grosser Theaterabend."

Rüdiger Braun, 04.09.'18, Märkische Allgemeine Zeitung

 

                                "Die sachliche Erzählhaltung, mit der Boris von Poser und sein Ensemble sich der Geschichte nähern, kommt zunächst ganz ohne vorauseilende Rührung aus, Einfühlung wird nur für Momente und nur versuchsweise zugelassen. Eine solche strenge Form traut man Laien meist nicht zu, die sollen oft nur fürs Authentische zuständig sein - Boris von Poser hat es ihnen aber zugetraut, und das lohnt sich."

Gabi Hift, 01.09.'18, Nachtkritik